Gegen Radikalismus & Extremismus
Ein Thema, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt.
Radikalismus und Extremismus – egal ob von links, rechts oder religiös motiviert – haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Radikalismus – Extremismus. Gibt es einen Unterschied?
Ja den gibt es. Radikal kommt vom lateinischen radix (Wurzel). Es beschreibt das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme „an der Wurzel“ zu greifen und diese von dort aus möglichst umfassend, vollständig und nachhaltig zu lösen. Man bezeichnet damit eine politische Einstellung, die grundlegende Veränderungen an einer herrschenden Gesellschaftsordnung anstrebt. Auch wenn radikale Ansichten und Forderungen oft übertrieben wirken, so haben diese dennoch einen Platz in einer vielfältigen Gesellschaft.
Anders als beim Extremismus. Dort zielen politische Einstellungen und Aktionen darauf ab, unsere Demokratie einzuschränken oder abzuschaffen, um diese durch ein anderes System zu ersetzen. Unter Extremismus versteht man des Weiteren politische Bestrebungen, die die freiheitliche demokratische Grundordnung (FDGO) ablehnen oder abschaffen wollen, indem sie deren zentrale Werte wie Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Pluralismus ablehnen. Dabei wird oft Gewalt als Mittel zur Durchsetzung eigener Ziele befürworten oder anwenden.
Die Radikalisierung beschreibt den Prozess, bei dem sich Personen zunehmend extremen Einstellungen zuwenden und bereit werden, auch illegitime Mittel (bspw. Gewalt) anzunehmen. Dieser Prozess ist oftmals schleichend, und fällt dem nahen Umfeld in vielen Fällen, zumindest in der Anfangsphase, kaum auf. Hierbei spricht man vom „schleichenden Prozess der Radikalisierung“.
Merkmale der Radikalisierung:
- Abwendung/Loslösung bis hin zur Abneigung vom bisherigen Freundeskreis oder der Familie.
- Aggressives Verhalten bei politischen Diskussionen.
- Andere Meinungen werden nicht mehr zugelassen.
- Gewalt wird als legitimes Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen akzeptiert und sogar angewandt.
- Neuer Kleidungsstil – Tragen von Szenekleidung.
- Verwendung extremistischer und szenebezogener Symbole oder Sprache
- Andere Essgewohnheiten und Verzicht auf Alkohol und Drogen – Straight Edge/Islamismus.
- Nutzung einschlägiger Social-Media-Plattformen.
Der Extremismus hat in Deutschland vielen unschuldigen Opfern das Leben gekostet. Daher ist es falsch, einen gewissen Phänomenbereich auszuklammern oder verharmlosend darzustellen.